Die Untersuchungen (Diagnostik)

Anamnese/Beschwerden Laboruntersuchungen Ultraschall/Szintigraphie

 

Die Anamnese

Bei der Erhebung der Anamnese (Vorgeschichte der Krankheit) sollten Sie zunächst einen speziellen Fragebogen möglichst genau ausfüllen. Eventuell befragt eine Arzthelferin Sie anhand einer Checkliste zu Ihren Beschwerden. Derartige Vorinformationen lassen bei Ihrem Arzt oft bereits eine Verdachtsdiagnose entstehen. Im Gespräch mit dem Arzt genügen ihm oft einige gezielte Zusatzfragen, um die Verdachtsdiagnose ein wenig mehr zu erhärten..

Das Mitbringen vorhandener Vorbefunde erspart möglicherweise überflüssige Kontrolluntersuchungen und liefert interessierende Aufschlüsse über den Verlauf der Erkrankung.

Das Gespräch ist noch effektiver, wenn Sie selbst etwas vorbereitet sind. Dazu mag die Beschäftigung mit folgenden Fragen dienen:

Zusätzliche Fragen für Frauen:

Ihnen wird aufgefallen sein, dass man die Fragen nach lokalen Beschwerden (am Hals) und nach allgemeinen Beschwerden (im übrigen Körper) unterteilen kann.

Die aufgeführten Beschwerden beweisen keineswegs eine Schilddrüsenkrankheit, da viele Symptome auch bei anderen Krankheiten vorkommen. Andererseits ist das Fehlen derartiger Beschwerden auch kein Beleg für eine kerngesunde Schilddrüse. Denn ausgerechnet die am weitesten verbreitete Schilddrüsenerkrankung, der übliche Kropf (euthyreote Struma), verursacht längere Zeit keine Lokal- und Allgemeinbeschwerden und ist trotzdem behandlungsbedürftig.


Die körperliche Untersuchung

Der Arzt betrachtet aufmerksam Ihre Schilddrüsenregion tastet sie dann sorgfältig ab. Besteht eine Vergrößerung der Schilddrüse? Ist die Konsistenz weich oder derb? Fühlt man Knoten?
Der Puls wird gemessen, die Haut und Augenpartie (Basedowsche Erkrankung?) sorgfältig gemustert, auf Zittern der Finger ("feinschlägiger Tremor") geachtet. Dabei registriert der Arzt genau Ihr Verhalten. Ist die Patientin oder der Patient vor ihm nervös und zappelig, gereizt, träge, desinteressiert?

Die sich entwickelnde Verdachtsdiagnose muss hieb- und stichfest abgesichert werden – apparativ. Was sind noch so sensible Augen und Fingerbeeren gegen die brillanten Bilder, die das Ultraschallgerät fern jeder Subjektivität auf den Monitor zaubert!

Die vom Arzt gestellte Verdachtsdiagnose steuert die Strategie der weiteren Diagnostik. Er hat eine vernünftige, sinnvolle Auswahl unter den diagnostischen Verfahren zu treffen, nicht zuletzt unter kostenbewussten Aspekten.


Die sich nach Anamnese und körperlicher Untersuchung anschließenden diagnostischen Verfahren lassen sich in zwei große Gruppen unterteilen:

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